Die Pop-Sängerin Nadja Benaissa wurde wegen des Verdachts, eine schwere Körperverletzung begangen zu haben, arrestiert. Ihr wird vorgeworfen, wofür man vor ihr schon einige hinter Schloss und Riegel brachte. Die No Angels Sängerin hat vor dem Geschlechtsverkehr ihre HIV-Infektion verschwiegen. Ein Skandal und Anlass die AIDS und HIV-Problematik zu diskutieren.
Lange Zeit wurde das Acquired Immune Deficiency Syndrome (AIDS) als reine Schwulenkrankheit betrachtet. Doch seit den Aufklärungskampagnen der späten 80er Jahre wissen wir, dass AIDS, da bevorzugt durch Geschlechtsverkehr übertragen, eigentlich nur die Krankheit der Promisken ist. Oder besser gesagt, der Promisken, die für ihren persönlichen Lustgewinn ungern ein schützendes Kondom verwenden. Weil die Sexualität uns Primaten aber ein so unglaublich wichtiger Zeitvertreib ist fühlen wir alle uns vom HI Virus in allen Lebenslagen bedrängt und verfolgt. Deshalb gibt es eine unüberschaubare Vielzahl von Anti-AIDS-Kampfgruppen, AIDS-Kongressen, AIDS-Galen, AIDS-Stiftungen und Solidaritätssymbolen.
Das rote Band, dass seinen Träger als aufgeklärten, panikfreien AIDS-Erkranktenliebhaber auszeichnet, wird zu vorbezeichneten Anlässen gerne von Politikern, Künstlern und allen möglichen anderen Leuten herumgetragen. Die Vorschläge zum Umgang mit an AIDS Erkrankten der 80er Jahre, wie eine namentliche Meldepflicht, ein zentrales Melderegister, eine an der Stirn aufgebrachte Tättowierung oder andere Identifizierungsmaßnahmen sind nicht zuletzt dank der red ribbon campaign von breiten Schichten der Bevölkerung als entwürdigend verworfen worden. Zuletzt gab die indonesische Regierung ihre Pläne auf, HIV-Infizierten einen Mikro-Chip unter die Haut zu implantieren, um die Verseuchten überwachen um vom Geschlechtsverkehr abhalten zu können. Die Benetton-Kampagne, die einen nackten Popo mit den aufgestempelten Buchstaben HIV darstellte, sorgte für breites Entsetzen, weil unsere hochentwickelte Gesellschaft eine derartige Stigmatisierung der Betroffenen ablehnt.
Um so verwunderlicher ist es, dass niemand sich über die Inhaftierung HIV-Infizierter erregt, die vor dem Geschlechtsverkehr ihre Partner nicht über die Infektion aufgeklärt haben. Darin sieht der BGH doch tatsächlich tatbestandsmäßig eine „Gefährliche Körperverletzung durch eine die Gesundheit schädigende Behandlung“. Nun muss man als Geschlechtsverkehrender wissen, dass mit dem intimen Liebesakt, bedingt durch die unvermeidliche Nähe und den Austausch von Körperflüssigkeiten, auch immer ein gewisses Infektionsrisiko verbunden ist. Daher erkranken Eheleute fast immer gemeinsam an Husten, Schnupfen, Syphillis oder der schwarzen Lungenpest. Das hat aber noch keinen Liebenden dazu bewogen, seinen Partner wegen Körperverletzung zu belangen, wenn er nach dem Blasen einen Lippenherpes bekommen hat und infolge dessen auch keinen Richter, ein entsprechendes Urteil zu fällen. Dabei gibt es eine ganze Reihe von Krankheiten die mit einem einzigen Kuss übertragbar wären und binnen kurzer Zeit zum Tode des Geküssten führen könnten. Die Lungenentzündung sei hier als Beispiel ins Felde geführt. Das sich nach dem Sex bei erfolgter Befruchtung gewisse Gewährleistungsansprüche ergeben, mag dem juristischen Laien ja noch einleuchten. Aber das man demnächst aus formaljuristischen Gründen ein Schild mit der Aufschrift „Poppen auf eigene Gefahr“ oder „Kann Spuren von Erregern enthalten“ tragen muss, um sich nach einem Stelldichein nicht hinter schwedischen Gardienen wiederzufinden, ist dem liebeshungrigen Volk doch wohl kaum vermittelbar. Darüber hinaus ist die Aufklärungspflicht eines Infizierten auch noch einigermaßen praxisfremd. Wer würde schon daran denken, nach dem Disko-Besuch morgens um drei mit 23 Bier und 10 Doppelkorn intus einer nicht minder besoffenen, abgeschleppten Tussi seine Krankheitsgeschichte zu erläutern?
HIV wird eben, von ein paar verseuchten Blutkonserven abgesehen, ausschließlich durch Geschlechtsverkehr übertragen und ist uns Primaten daher besonders unheimlich. Wir wissen, dass häufig wechselnde Geschlechtspartner das Infektionsrisiko nicht nur beträchtlich erhöhen sondern eine Infektion überhaupt erst möglich machen. Denn zwei Menschen, die sich jungfräulich im Teenager-Alter miteinander verbinden, sich ewig treu bleiben, könnten ihr ganzes Leben lang alle möglichen Schweinereien ungeschützt praktizieren ohne eine Infektion befürchten zu müssen. Zwar leben wir fast alle treu und monogam, aber bei genauer Betrachtung doch nur für einen bestimmten Zeitraum, weshalb der Anthrpologe das menschliche Bindungsverhalten als multisequenzielle Monogamie bezeichnet. Je nach Länge dieses Zeitraums kann damit vom wechselhaften Liebesleben bis zur Fickorgie so ziemlich alles gemeint sein. Und weil unser Primatengehirn darauf programmiert ist, unsere Gene möglichst weit zu verbreiten, finden wir viele, wechselnde Geschlechtspartner gut. Sogar die Schwulen, obwohl denen die Verbreitung der Gene eigentlich am Arsch vorbei gehen könnte. Und deshalb tun wir alles, um die Seuche AIDS einzudämmen.
Seit der offiziellen Anerkennung als Krankheit 1981 starben weltweit etwa 25 Millionen Menschen an AIDS, jedes Jahr fordert das HI-Virus etwa 2,5 Millionen Tote. Die UN-AIDS-Konferenz forderte 2006 in ihrer in New York vorgelegten Abschlusserklärung jährliche Finanzmittel von 23 Milliarden US-Dollar (pro Jahr) für den Kampf gegen AIDS.
Das die Vereinten Nationen weltweit 100.000 Tote pro Tag durch Hunger zählen (multiplizieren Sie diese Zahl mal mit 365 Tagen), sorgt für keine sonderliche Unruhe. Auch wenn Liebe durch den Magen geht. Das ist aber ganz normal, denn jeder von uns weiss, wie schrecklich sich ein Kondom anfühlt. Wie schrecklich sich Hunger anfühlt ist uns dagegen völlig unbekannt. An eine Umverteilung der Finanzmittel zu Gunsten der Hungerhilfe ist daher in absehbarar Zeit wohl nicht zu denken.
Aber wenigstens die Nadja könnt ihr rauslassen. Die wollte bestimmt niemanden verletzen, sondern konnte nach dem Disko-Besuch die Worte „erworbene Immunschwäche“ einfach nicht mehr aussprechen und damit ihrer Aufklärungspflicht auch nicht nachkommen. Wenn der Staat schon Millionenbeträge in AIDS-Aufklärungskampagnen pumpt, dürfen wir dafür wohl auch ein gewisses Maß an Eigenverantwortung von Nadjas Besteiger erwarten.
Der katholische Nachrichtendienst
Seit heute ist es Amtlich: Das religionskritische Kinderbuch „Wo bitte geht’s zu Gott? fragte das kleine Ferkel“ wird nicht indiziert. In dem Buch, das auf der
Es ist ja schon ein Weilchen her aber so schreikomisch dass man das einfach gesehen haben muss. Die ARD-Talkmasterin Sandra Maischberger lud am 30. Oktober 2007 zur Diskussion um „Ufos, Engel und Ausserirdische“. Anwesend waren unter Anderen auch ZDF-Fernseh-Physiker Joachim Bublath und Nina Hagen. Letztere erwischte Maischberger offensichtlich in einer manischen Phase, denn als Herr Bublath ihre Aussage, sie sei mit Ausserirdischen in Kontakt getreten in Zweifel zieht, rastet die buntbemalte Pop-Oma völlig aus. Nach einigen Minuten
Das Unwissen über den Islam und den Propheten (mögen tausend Bademeister ihm den Rücken kraulen) ist groß unter den Laien. Sie stellen ihre Fragen zum Beispiel im