Der Deutsche Zentralrat der Muslime (DZM) klagt gegen den Zentralverband des Fliesenlegergewerbes ZFliG. In der letzten Ausgabe des Verbandsorgans Kachel-Aktuell war ein Fliesenleger knieend auf einem Fußboden abgebildet worden. Der Vorsitzende des DZM, Dr. Elias Nadel, sieht darin eine unerhörte Beleidigung aller Muslime weltweit. ZFliG-Verantwortliche entschuldigten sich umgehend beim DZM und betonten, dass es nie ihre Absicht sei, Muslime zu beleidigen. Man werde eine Empfehlung an die Mitglieder herausgeben, das Handwerk zukünftig hockend auszuführen.
Zuvor hatte der DZM gegen einen Fragebogen für Einbürgerungswillige in Baden-Württemberg geklagt, da er in der Auswahl und Formulierung der Fragen eine Diskriminierung der Muslime wähnte. Baden-Württembergs Innenminister Heribert Rech (CDU) entgegenete, dass der Fragebogen allen Einbürgerungswilligen vorgelegt werden könne und mit keiner Silbe Muslime erwähnt würden. „Egal“ antwortete Dr.Elias Nadel, schließlich sei die gesamte Bundesrepublik eine einzige Diskriminierung für Muslime, womit sich eine Verfassungsklage ausreichend begründe.
Die feministische Journalistin Alice Schwarzer bedankte sich bei Dr.Elias Nadel für das indirekte Eingeständnis, da er als Muslim sich durch Fragen nach familiärer Gewalt, Unterdrückung von Frauen und Grundgesetzabkehr offenbar angesprochen fühlt.