6. März 2008...9:17

BPjM lässt die Sau raus

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Ferkelbuch, Wo bitte geht’s zu Gott? fragte das kleine FerkelSeit heute ist es Amtlich: Das religionskritische Kinderbuch “Wo bitte geht’s zu Gott? fragte das kleine Ferkel” wird nicht indiziert. In dem Buch, das auf der Amazon-Rangliste mittlerweile auf Platz drei rangiert, machen ein kleines Ferkel und ein Igel Bekanntschaft mit den irdischen Vertretern der drei großen monotheistischen Weltreligionen.

Die heilige Uschi von der Leyen hatte im Gleichschritt mit der katholischen Kirche versucht umzusetzen, was einem als Katholik eben als erstes zum Thema Kritik in den Sinn kommt: Verbieten. Ihr Ministerium hatte bei der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) einen Antrag auf Indizierung gestellt. Da Religionskritik an sich kaum ein Grund zur Bücherverbrennung ist, hatte von der Leyens Bundesministerium für Familie, Ehe, Keuschheit und Inquisitionsangelegenheiten den Vorwurf erhoben, das Buch sei Antisemitisch. Logisch, ein Rabbi bekommt in dem Kinderbuch sein Fett ebenso weg, wie ein Bischof und ein Imam. Heute kassierte sie die Ohrfeige, denn die BPjM wies den Antrag ab.

Einige Wochen zuvor hatte die Katholische Kirche eine Strafanzeige wegen Volksverhetzung gestellt. Auch die Pfaffen versuchten es mit der Antisemitismus-Karte. Doch der Staatsanwalt lehnte nach der Lektüre des Buches ein Verfahren ab. Ätsch! Nach 500 Jahren Judenhetze, die sich noch heute in künstlerischen Darstellungen an Kirchengemäuern manifestiert, war die Nummer an Unglaubwürdigkeit eh nicht mehr zu überbieten.

Heute ist ein guter Tag, ein richtig guter Tag. Die ganze Geschichte gibt es übrigens hier.

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