25. April 2008...4:21

Kinderliebe

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Pfaffe und KinderDer katholische Nachrichtendienst zitiert Bischof Mixa mit den Worten “Liebe ist kein Pfaffengeschwätz”.
Da nehmen die Pfaffen den Bischof doch glatt beim Wort und verlieben sich in ihre kleinen Ministranten. Das ist nichts Neues, schließlich musste der heilige Stuhl erst kürzlich in die USA reisen und einige 10.000 minderjährige Missbrauchsopfer, die den Lenden katholischer Priester zum Opfer fielen, um Vergebung bitten. Den Priestern sei verziehen, schließlich soll der gute Christ die andere Backe ja auch noch hinhalten. Auch das in Hamburg mal wieder ein Pater wegen Kindesmissbrauch auf der Anklagebank sitz ist nicht unbedingt eine Überraschung. Etwas irritiert darf man über den gestrigen Aufmacher von kath.net dann aber schon sein, indem es um die mögliche Einsetzung eines schwulen Bischofs geht. Übertitelt ist der Reisser nämlich mit den Worten: “Schwuler Bischof ist ethische Katastrophe”. Da könnte man erstens den Eindruck gewinnen, bei der Katastrophengewichtung durch das katholische Presseorgan kämen einige Katastrophen ein bißchen zu glimpflich davon während zweitens die unter kirchlichen Würdenträgern so weit verbreiteten, homosexuellen Neigungen zu unrecht gegeißelt würden. Oder ist es ein Zufall das die Opfer des Missbrauchs fast ausnahmslos Knaben sind? Da muss man sich am Ende fragen, welche Eltern ihre Kinder, gleich ob Bub oder Mädel, in die Obhut katholischer Geistlicher geben. Schaut man sich an, wie die Kirche mit den Missbrauchsfällen und insbesondere mit den Tätern umgeht, drängt sich noch eine weitere Frage auf. Was ist eigentlich die schlimmere Sünde: Kinder sexuell zu missbrauchen oder dabei erwischt zu werden? Pfui Teufel.

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