Eigentlich könnte man ja meinen, Demokratie sei etwas ganz einfaches. Da macht jemand einen Vorschlag, im Parlament wird darüber gestritten und am Ende wird über den Vorschlag abgestimmt. Nimmt die Mehrheit den Vorschlag an, hat man sein Ziel erreicht. Für einen Deutschen Journalisten aber funktioniert Demokratie so: Alle Abgeordneten tun sich zu Banden zusammen. Dann schwören sie ihrem Anführer ewige Treue und besiegeln den Schwur durch ein Blutzeremoniell. Danach müssen die Abgeordneten immer so abstimmen, wie die Anführer es verlangen. Das ist für die Journalisten leicht zu verstehen und sehr übersichtlich. Vor allem können sie das Abstimmungsergebnis schon abdrucken, wenn der Anführer seinen Vorschlag gemacht hat. Wenn man jetzt noch die fünf Anführer auf nur einen einzigen reduzieren könnte, dann müsste doch eigentlich auch für das Handelsblatt alles gut sein, oder?
Ach so, der Vollständigkeit halber, GG Art 38.
“Sie (die Abgeordneten) sind Vertreter des ganzen Volkes, an Aufträge und Weisungen nicht gebunden und nur ihrem Gewissen unterworfen.”